In der aktuellen Debatte rund um die Einführung von Altersbegrenzungen für den Zugang zu Social Media legt der Aktionsrat Bildung mit seinem diesjährigen Gutachten „Social Media – Bildung – Integrität“ eine umfassende Analyse der Datenlage vor. Neben der notwendigen Diskussion um eine Altersbegrenzung für den Zugang zu Social Media macht er zugleich deutlich, dass in allen Bildungsphasen mediale Intergrität vermittelt werden muss, um Kinder und Jugendliche auf eine zielgerichtete und integre Nutzung von Social Media vorzubereiten.
Gutachten herunterladenWelche Chancen bietet der gezielte Einsatz von Social Media im Schullalltag? Und was müssen Kinder lernen, um einen kontrollierten und sinnvollen Umgang mit Social Media zu finden? Katharina Muth spricht in dieser Folge mit Prof. Dr. Tina Seidel sowie mit der Schulleiterin Ute Kühn und dem Lehrer Michael Schmid.
Zum PodcastSocial-Media-Plattformen haben die Art und Weise, in der Menschen kommunizieren, interagieren und sich informieren, grundlegend verändert. Für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind sie bereits ein selbstverständlicher Teil des Alltags. Umso wichtiger ist die Vermittlung eines zielgerichteten und sinnvollen Nutzungsverhaltens von Social Media.
Bertram Brossardt, vbw Hauptgeschäftsführer, betonte in seiner Rede, dass die Gefahren eines unregulierten Social-Media-Konsums von Kindern und Jugendliche groß sind und Handlungsbedarf besteht: „Wir dürfen unsere Kinder und Jugendlichen in der digitalen Welt mit ihren Untiefen aus Cybermobbing und Desinformation nicht sich selbst überlassen. Darum müssen wir im Unterricht einen geschützten Raum schaffen, um ihnen schrittweise Medienkompetenz und die ethischen Grundlagen für den verantwortungsvollen Umgang mit Social Media zu vermitteln. So bereiten wir sie auch auf die Anforderungen der sich wandelnden Arbeitswelt vor.“
Der Aktionsrat Bildung spricht sich in seinem Gutachten für eine gesetzliche Altersbegrenzung aus. Zugleich machte er deutlich, dass Verbote nicht ausreichen, um Kinder und Jugendliche auf die Herausforderungen der digitalen Welt vorzubereiten. Social Media müssen dem Gremium zufolge Teil des Unterrichtsalltags werden. Außerdem sollen Lehrkräfte und Eltern umfassend auf ihre Aufgaben in der Anleitung und Begleitung der Social-Media-Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen vorbereitet werden.
Im Rahmen einer Gesprächsrunde diskutierten Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zentrale Ergebnisse und Empfehlungen der Studie. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz gestärkt werden muss. Deutlich wurde auch, dass für alle Teilnehmenden die Diskussion um Verbote und Beschränkungen nur als Rahmen zu sehen ist. Innerhalb dieses Rahmens sollte die medienpädagogische Vorbereitung und Bildung der Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte verstärkt gefördert werden.
Moderation: Christian Nitsche, Chefredakteur und Programmbereichsleiter Aktuelles, Bayerischer Rundfunk
Ein kostenloses Hardcover kann per E-Mail an aktionsratbildung@hbw.de bestellt werden.
Social Media haben die Art und Weise, in der Menschen kommunizieren, interagieren und sich informieren, grundlegend verändert. Für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind sie bereits ein selbstverständlicher Teil des Alltags; umso wichtiger ist die Vermittlung eines zielgerichteten und sinnvollen Nutzungsverhaltens. Im Rahmen unseres Kongresses wurden zwei Schulen vorgestellt, die Ihre Schüler*innen in vorbildlicher Weise auf die Herausforderungen der digitalen Welt vorbereiten.